Zurück zur Übersicht

Öffnung der Haringvlietscheusen durch geringen abfluss verschoben

Öffnung der Haringvlietscheusen durch geringen abfluss verschoben

Nach jahrelanger Vorbereitung werden sich die Haringvlietschleusen – die seit 1970 permanent geschlossen sind – ein Stück öffnen. Damit wird sich die wichtigste Barriere zwischen dem Süß- und Salzwasser nun öffnen. Das sollte eigentlich am 5. September geschehen, aber der niederländische Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hat beschlossen, die Öffnungsaktion bis später im Herbst zu verschieben.

Durch den trockenen Sommer sind die Wasserstände der Flüsse in den Niederlanden noch zu niedrig. Das salzige Meereswasser kann dadurch weiter stromaufwärts kommen, als es durch die verschiedenen, involvierten Parteien abgesprochen war. 
 

Mehr flusswasserabfluss 


Das Ziel worauf seit Jahren hingearbeitet wurde, um das Eingangstor für Wanderfische zu öffnen – und worauf auch unsere Nachbarländer wie Deutschland voller Enthusiasmus hin fiebern – wird wie geplant durchgeführt. Ohne die Süßwasserversorgung in Gefahr zu bringen, gibt es genügend Möglichkeiten, Wanderfischen den Raum zu geben, um zwischen der Nordsee und dem Fluss zu wandern, über den Haringvliet weiter das Rheinsystem hinauf. Im Lauf des Herbsts wird der Flusswasserabfluss ausreichend sein, so dass die Schleusen in einem Festakt zum ersten Mal ein Stück geöffnet werden können. 

 

Wichtiger schritt 


Das teilweise öffnen der Haringvlietschleusen, ist ein wichtiger Schritt bei der Wiederherstellung der natürlichen Dynamik zwischen Meer und Fluss, wovon die Flussnatur sowohl im In- als auch im Ausland profitiert. Durch die offene Verbindung zwischen dem Meer und dem Binnenwasser können bedrohte Fischarten (wie die Wanderfische Lachs und Stör) wieder die Flüsse hinaufschwimmen und bis nach Deutschland und die Schweiz zu ihren Laichgebieten wandern. Das Haringvliet erhält dadurch seine Dynamik wieder zurück und die durch den Abschluss verlorengegangene Deltanatur kann so wiederhergestellt werden. 
 

Risiko von beifang


An beiden Seiten des Haringvliets wird jedoch noch mit Reusen und stehenden Netzen gefischt. Für wandernde Fische wie Stör, Lachs und Meerforelle besteht daher die große Gefahr, von Berufsfischern als Beifang aus dem Wasser gefischt zu werden. Leider ist durch die Behörden diesbezüglich noch nichts geregelt um dem vorzubeugen, wie eine netz- und reusenfreie Zone. Darum ist durch verschiedene Organisationen – darunter Sportvisserij Nederland – kürzlich ein dringendes Ersuchen an die verantwortlichen, niederländischen Ministerien gegangen, um das noch schnellstmöglich zu regeln.
Melden Sie sich für unseren Newsletter
Divide

Um die beste Nutzer-Erfahrung verwenden wir Cookies bieten. Schauen Sie sich unsere Cookie-Politik . Wenn Sie unsere Website nutzen, vorausgesetzt, dass Sie mit dieser Politik einverstanden sind. cookie-richtlinie.